“Haz lo que quieras hacer ahora,
cuando aun puedas, que la vida pasa muy rapida. Mira donde estoy ya,
con todo lo que queria hacer en la vida”
Das Leben zieht doch viel zu schnell vorbei, das hört man immer
wieder. Deswegen mache nur das was du wirklich willst und geniesse
jede Minute. Drei Monate leben wir nun schon in Nordspanien und es
fühlt sich an, als wären wir letzte Woche erst angekommen. Freunde
kommen und gehen, bleiben kürzer oder länger. “Where do you
live?” ist eine häufige Frage. “Here in Margalef” ist die
passende Antwort die wir geben. Unser Haus ist immer dabei, zumindest
fühlt es sich so an. Wo immer wir leben wollen, können wir leben –
das ist Freiheit. November und Dezember waren unsere Margalef Monate.
Wir kletterten so oft es unsere Körper erlaubten, denn das Wetter
war fast immer einladend genug. Zusammen mit vielen neuen und alten
Freunden lebten wir dort abgeschieden von jeglichem “normalen”
Leben. Anfangs bastelten wir mit der grossen Hilfe von Christian und
Johannes an unserem Auto rum. Das gesamte elektrische System wurde
perfektioniert. Die Solarplatte wurde aufs Dach geklebt, die neue
Gelbatterie in den Wohnraum gestellt und verkabelt und das sehr
wichtige Trennrelai, was Starter- und Wohnraumbatterie trennt,
richtig angeschlossen. Jetzt läuft alles wie gewünscht und wir sind
mehr als zufrieden. An Komfort bleibt nichts zu wünschen übrig,
dank Warmwasserboiler zum duschen und Gasheizer am Morgen.
Auch über Klettererlebnisse konnten wir uns nicht beklagen. Wir
hatten viele Projekte in verschiedensten Sektoren, die wir fast alle
auch abhaken konnten. Ganz besonders gefallen hat mir der neue Sektor
“Cathedral”, wo ich drei Tage mit Johannes kletterte. Leider
wurde es dann schnell etwas zu kalt, dank der nordseitigen
Ausrichtung. In Siurana waren wir auch öfters unterwegs, wo ich ein
geniales Projekt habe. Meine Motivation dafür ist endlos und ich
würde mich freuen es noch diese Saison durchzusteigen. Falls es aber
nicht passieren sollte, dann macht mir das auch nichts, da jeder
Versuch einfach ein Erlebniss ist. Ich denke das ich knapp dran bin
es zu klettern, es muss nur von den Bedingungen alles zusammenpassen.
Momentan klettern wir ganz viel in “Santa Linya”, einem relativ
neuen Gebiet für mich. Hier herrscht eine coole Atmosphäre mit ganz
vielen “Locals”, den üblichen Verdächtigen die einfach immer da
sind.
Die gigantische Höhle motiviert einen einfach und die Kletterei ist
sehr modern. Extrem physisch und dynamisch an blockigen Slopern, die
einem viel Spielraum für technische Tricks (Ägypter und Hooks)
lassen, kombiniert mit ausdauernden langen Linien ohne richtige
Ruhepunkte. Die “Cova gran” gehört definitiv zu den Topgebieten
in Spanien. Schon die Aufwärmroute ist ein Vorgeschmack auf das
Kommende: eine stark überhängende 25 Meter lange henklige 7c –
die leichteste Tour... Auch sehr gut barfuss machbar, wie von einem
Höhlenbewohner täglich bewiesen wird ;-)
Während ich mich in der Höhle austobe, klettert Dicha viel in dem
Nachbargebiet “Futbolin”, wo es viele schöne Touren im 6. und 7.
Grad gibt. Die Kletterei ist ähnlich, wenn auch deutlich weniger steil. Zur Zeit versuchen wir ein paar mehr gute Fotos und Videos
zu machen, da man das immer zu leicht vernachlässigt. Ich hoffe es
geht euch allen gut die diesen Blog verfolgen,
bis Bald euer Marten
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