Dienstag, 12. Februar 2013

Ein Freund sagte einst

Haz lo que quieras hacer ahora, cuando aun puedas, que la vida pasa muy rapida. Mira donde estoy ya, con todo lo que queria hacer en la vida”
Das Leben zieht doch viel zu schnell vorbei, das hört man immer wieder. Deswegen mache nur das was du wirklich willst und geniesse jede Minute. Drei Monate leben wir nun schon in Nordspanien und es fühlt sich an, als wären wir letzte Woche erst angekommen. Freunde kommen und gehen, bleiben kürzer oder länger. “Where do you live?” ist eine häufige Frage. “Here in Margalef” ist die passende Antwort die wir geben. Unser Haus ist immer dabei, zumindest fühlt es sich so an. Wo immer wir leben wollen, können wir leben – das ist Freiheit. November und Dezember waren unsere Margalef Monate. Wir kletterten so oft es unsere Körper erlaubten, denn das Wetter war fast immer einladend genug. Zusammen mit vielen neuen und alten Freunden lebten wir dort abgeschieden von jeglichem “normalen” Leben. Anfangs bastelten wir mit der grossen Hilfe von Christian und Johannes an unserem Auto rum. Das gesamte elektrische System wurde perfektioniert. Die Solarplatte wurde aufs Dach geklebt, die neue Gelbatterie in den Wohnraum gestellt und verkabelt und das sehr wichtige Trennrelai, was Starter- und Wohnraumbatterie trennt, richtig angeschlossen. Jetzt läuft alles wie gewünscht und wir sind mehr als zufrieden. An Komfort bleibt nichts zu wünschen übrig, dank Warmwasserboiler zum duschen und Gasheizer am Morgen. 




Auch über Klettererlebnisse konnten wir uns nicht beklagen. Wir hatten viele Projekte in verschiedensten Sektoren, die wir fast alle auch abhaken konnten. Ganz besonders gefallen hat mir der neue Sektor “Cathedral”, wo ich drei Tage mit Johannes kletterte. Leider wurde es dann schnell etwas zu kalt, dank der nordseitigen Ausrichtung. In Siurana waren wir auch öfters unterwegs, wo ich ein geniales Projekt habe. Meine Motivation dafür ist endlos und ich würde mich freuen es noch diese Saison durchzusteigen. Falls es aber nicht passieren sollte, dann macht mir das auch nichts, da jeder Versuch einfach ein Erlebniss ist. Ich denke das ich knapp dran bin es zu klettern, es muss nur von den Bedingungen alles zusammenpassen.



Momentan klettern wir ganz viel in “Santa Linya”, einem relativ neuen Gebiet für mich. Hier herrscht eine coole Atmosphäre mit ganz vielen “Locals”, den üblichen Verdächtigen die einfach immer da sind.
Die gigantische Höhle motiviert einen einfach und die Kletterei ist sehr modern. Extrem physisch und dynamisch an blockigen Slopern, die einem viel Spielraum für technische Tricks (Ägypter und Hooks) lassen, kombiniert mit ausdauernden langen Linien ohne richtige Ruhepunkte. Die “Cova gran” gehört definitiv zu den Topgebieten in Spanien. Schon die Aufwärmroute ist ein Vorgeschmack auf das Kommende: eine stark überhängende 25 Meter lange henklige 7c – die leichteste Tour... Auch sehr gut barfuss machbar, wie von einem Höhlenbewohner täglich bewiesen wird ;-)


Während ich mich in der Höhle austobe, klettert Dicha viel in dem Nachbargebiet “Futbolin”, wo es viele schöne Touren im 6. und 7. Grad gibt. Die Kletterei ist ähnlich, wenn auch deutlich weniger steil. Zur Zeit versuchen wir ein paar mehr gute Fotos und Videos zu machen, da man das immer zu leicht vernachlässigt. Ich hoffe es geht euch allen gut die diesen Blog verfolgen,
bis Bald euer Marten

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