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Die letzen 2 Wochen hier in Tirol waren geprägt vom Föhn und damit von sehr mildem Wetter. Dies nutzte mein Vati letzte Woche auch aus, um mir einen Besuch abzustatten. Nach seinem Skitag am Stubai Gletscher machten wir uns gemeinsam mit Peter am Freitag auf ins Zillertal an die "Ewigen Jagdgründe", wo wir einige schöne Routen klettern konnten. Höhepunkt war die massive Klatsche in der ersten 9- im Zillertal "Science Fiction" und dem anschließenden Ausbouldern der Megalinie "Silmarillion" (8b). bzw. Peters ausbouldern von "Dolphins Cry"(7c). Leider schien die Sonne nur bis 15 Uhr ins Tal und es wurde somit schnell empfindlich kalt dort oben. Am Samstag fuhren wir zusammen mit Natalie und Jürgen ins Ötztal an die "Engelswand", die uns mit ihren Routenvielfalt und den harten Graden ein paar schöne Stunden bescherte. Zusammen mit Vati konnte ich einige tolle Risslinien machen und mir gelang am Ende noch eine Flashbegehung der beeindruckenden Linie "Atlantis" (7b). Jürgen probierte weiter rechts eine 7b+ und Natalie spulte viele tolle Routen im 5. und 6. Grad. Nach einem lustigen letzten Abend mit Vati machte er sich am Sonntag auf den Heimweg und ich machte mich an die Uniarbeit bzw. an das Tivolitraining.
Nach 3 harten Bouldertagen nahm ich mir dann vor mal 3 Tage Pause zu machen (soll ja nicht schaden, sagte man mir). Das hatte natürlich den Vorteil, dass ich mehr Zeit für die Uni hatte und einige rausgeschobene Arbeiten erledigen konnte. Samstag war es dann wieder Zeit für Jürgen und mich die Mull zu stürmen. Jürgen probierte erst die "Jeu de Paume" und nachher gemeinsam mit mir die "Red Bolt". Mir gelang dann noch zur Krönung des Tages die letzte offene Route an der Mull (außer die beiden 8bs) "Jaymz" (7a+) onsight in einem beeindruckenden Schleuderstil. Nachdem ich mitten in der Crux realisiert hatte, das ich den letzten Haken unmöglich einhängen konnte, ich aber schon soweit über dem vorherigen Haken stand, dass eine angenehme Flucht nach unten nicht mehr möglich war, entschloss ich mich meine letzten Kräfte zu einem kontrollierten Schnapper an einen markierten Griff zu bündeln. Zum Glück war die anvisierte Leiste positiv und ich konnte weiter zum Henkel ziehen. Am ganzen Körper zitternd lies mich Jürgen dann ab und mir war kotzübel :-)
Gestern am Sonntag fuhren wir dann mit 2 neuen Freunden in Richtung Starkenbach wo wir einen super sonnigen Tag mit vielen Onsight Versuchen in verschiedenen schweren Touren verbrachten. Leider gelang uns nicht viel, die Kletterei ist einfach so schwer zu lesen. Man muss sich von seinen Instinkten leiten lassen und hoffen in keine Sackgasse zu geraten. Alles muss dabei zusammenkommen um so eine Tour am Limit im 1. Versuch zu machen, aber das ist ja grad die Herausforderung! Auf jeden Fall brachte uns der Fels viel bei und wir als Schüler des Kletterns lernten mit voller Freude.
Langsam aber sicher erscheinen die ersten Prüfungstermine auf meinem Kalender und somit wird es jetzt wohl für einen Monat richtig stressig bevor wir uns in die wohlverdienten 3 Wochen Weihnachtsurlaub begeben können.
Bis Bald euer Marten