Margalef....schon wieder? Ein bissl ist der Dampf schon raus wenn man
zurück denkt was wir die letzten Tage so getrieben haben. Ist das
verwerflich nachdem wir diese Saison schon so viel Zeit hier
verbracht haben? Nachdem ich Jürgen aus Reus
abgeholt habe und wir dann zusammen mit Christian nach Margalef
gefahren sind gingen wir 3 Tage Seilklettern. 2 Tage waren wir an der
Südwand von Espadellas unterwegs. Ich kletterte ein paar 7bs und
probierte zwei 8as jeweils einmal, konnte mich aber nicht motivieren
sie nochmal zu versuchen. Christian konnte die Traumtour „ladron de
la orchidea“(8a) durchsteigen und beeindruckte mich mit seiner
Schmerzresistenz, denn seine Finger bluteten und waren förmlich
zerfetzt. Loco!
Zusammen mit unseren Freunden Maria, Puig, Jo und Christian fuhren
wir dann einen Tag bouldern nach El Cogul, einem
Sandsteinbouldergebiet nicht weit entfernt von Margalef. Wir hatten
einen super Tag und es waren viele nette Leute dabei. Jeder probierte
etwas seinem Level entsprechend und es gab weder übertriebenen
Ehrgeiz noch Leistungsdruck. Es war einfach sehr entspannt und
angenehm.
Ich kletterte dann noch einen Tag mit Jürgen in der „Cathedral“
wo ich die Route „Mortal Kombat“ (8a/ 8a+) versuchte und auch
ziemlich weit kam. Leider ist es zur Zeit nur an ausergewöhnlich
warmen Tagen möglich dort zu klettern, weil es nordseitig
ausgerichtet ist.
Mit Dicha verbrachten wir dann noch zwei weitere Tage beim bouldern
in El Cogul. Gestern fuhren wir den kurvigen Weg nach Arboli und
boulderten dort mit Maria, Puig, Julian und Jürgen an den
überhängenden Kalkblöcken. Es war für Jeden was dabei und wir
hatten unseren Spass. Der Kalk dort ist relativ glatt und eigenet
sich wirklich gut zum bouldern, was ja doch recht selten ist bei
dieser Art von Fels. Die Kletterei ist eher kräftig und steil, mit
allen Arten von Griffen. Es gibt jede Menge ästhetischer Blöcke und
Linien die es zu probieren gibt und die Lage ist auch ausgesprochen
schön.
Die nächsten Tage wird Dicha Ski fahren gehen und ich werde mich mit
Christian und Johannes verbünden und die örtlichen Felsen unsicher
machen. Ganz wie früher!
Bis Bald euer Marten