Hochsommer im März? Ja das geht! Nach
einer frostigen Woche mit Johannes und Dicha in Albarracin Anfang des
Monats fuhren wir weiter an die Küste in die Nähe von Valencia. Wir
waren beide ziemlich müde von den schweren Bouldern im
Sandsteinparadies bei Teruel und brauchten dringend eine Pause.
Johannes zeigte uns die Creme de la Creme von Albarracin, das mit
seinem vorwiegend überhängendem roten Sandstein einzigartig ist.
Wir konnten einige Klassiker klettern und auch das örtliche
Trommelfest besuchen, bei dem verschiedene Trommelgruppen aus der
Gegend ihr Können zur Schau stellten. Nach einer frostigen Nacht mit
Neuschnee entschieden wir uns dann zur Weiterfahrt.
In Chulilla angekommen, erfreuten wir
uns sofort an dieser Gegend. Warmer Wind vom Meer, kühle schattige
Schluchten zum Klettern und ein Dorf mit Charme. Wir fanden sogar
eine tolle Bar wo es das kleine Bier für 1 Euro gab! Unnötig zu
sagen wo wir unsere Abende verbrachten....
Da es in der Sonne viel zu warm war,
nahmen wir täglich den langen Fußmarsch ins Nachbartal auf uns.
Dort kletterten wir im Sektor “Oasis” und “Balcon”, was
eigentlich eine große Wand ist. Der Fels ist dort stark versintert
und es gibt ab 6b für jeden was zu machen. Dicha testete die 7a`s im
Oasis und ich versuchte mich an einer überhängenden 8a im linken
Wandteil (“los Veteranos”).
Auch versuchte ich “Christians Tour”
(“Tequilla Sunrise” - falls du das lesen solltest ;-) ) und war
total begeistert! Ein super Teil und echt schwer, besonders der Teil
nach den Sintern.
Nach wenigen Tagen hatten wir dann
beide unsere Routen abgehakt und entschieden uns nach “Montanejos”
zu fahren. Dort gab es vor allem viele alte britische Touristen und
warme Quellen, in denen man schwimmen kann. Die Kletterei dort hat
uns beiden nicht so gefallen. Es gab viele leichte Routen aber nur
wenig gutes Schweres. Vieles war brüchig und mit künstlichen
Griffen.
Nach drei Tagen fuhren wir dann über
die Autobahn nach Norden in die Gegend bei Huesca.
Dort kletterten wir einen Tag in
“Gratal”, wo mir bei kaltem regnerischem Wetter noch eine andere
8a gelang und danach noch ein paar Tage in Alquezar und Rodellar.
Leider war dort der Großteil nass und wir konnten nur wenig machen.
Die letzte Woche sind wir dann wieder
Richtung Lleida gefahren und haben ein paar Tage in “Vilanova de
Meia” verbracht. Dort gibt es unzählige Mehrseillängen zu
klettern die von der Felsqualität schwer zu überbieten sind. Dicha
und mir gelangen auch zwei coole Touren, eine ca 200 Meter lang im
Grad 6c+ und eine andere ca 150 Meter lang im Grad 6a+. Im Anschluss
kletterten wir noch ein wenig im örtlichen Sportklettergebiet und
mir gelang noch meine erste 7c+ onsight (mit Exen hochhängen, so wie
es sich gehört!), worauf ich dann mal echt stolz war :-)
Gestern sind wir dann nach “Tres
Ponts” gefahren, um uns mit Joost und Johannes zu verbünden und
die örtlichen Gebiete unsicher zu machen.
Bis Bald euer Marten


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