Freitag, 5. April 2013

Valencia


Hochsommer im März? Ja das geht! Nach einer frostigen Woche mit Johannes und Dicha in Albarracin Anfang des Monats fuhren wir weiter an die Küste in die Nähe von Valencia. Wir waren beide ziemlich müde von den schweren Bouldern im Sandsteinparadies bei Teruel und brauchten dringend eine Pause. Johannes zeigte uns die Creme de la Creme von Albarracin, das mit seinem vorwiegend überhängendem roten Sandstein einzigartig ist. Wir konnten einige Klassiker klettern und auch das örtliche Trommelfest besuchen, bei dem verschiedene Trommelgruppen aus der Gegend ihr Können zur Schau stellten. Nach einer frostigen Nacht mit Neuschnee entschieden wir uns dann zur Weiterfahrt.

 



 

 

 
In Chulilla angekommen, erfreuten wir uns sofort an dieser Gegend. Warmer Wind vom Meer, kühle schattige Schluchten zum Klettern und ein Dorf mit Charme. Wir fanden sogar eine tolle Bar wo es das kleine Bier für 1 Euro gab! Unnötig zu sagen wo wir unsere Abende verbrachten....
Da es in der Sonne viel zu warm war, nahmen wir täglich den langen Fußmarsch ins Nachbartal auf uns. Dort kletterten wir im Sektor “Oasis” und “Balcon”, was eigentlich eine große Wand ist. Der Fels ist dort stark versintert und es gibt ab 6b für jeden was zu machen. Dicha testete die 7a`s im Oasis und ich versuchte mich an einer überhängenden 8a im linken Wandteil (“los Veteranos”).
Auch versuchte ich “Christians Tour” (“Tequilla Sunrise” - falls du das lesen solltest ;-) ) und war total begeistert! Ein super Teil und echt schwer, besonders der Teil nach den Sintern. 


Nach wenigen Tagen hatten wir dann beide unsere Routen abgehakt und entschieden uns nach “Montanejos” zu fahren. Dort gab es vor allem viele alte britische Touristen und warme Quellen, in denen man schwimmen kann. Die Kletterei dort hat uns beiden nicht so gefallen. Es gab viele leichte Routen aber nur wenig gutes Schweres. Vieles war brüchig und mit künstlichen Griffen.

Nach drei Tagen fuhren wir dann über die Autobahn nach Norden in die Gegend bei Huesca.
Dort kletterten wir einen Tag in “Gratal”, wo mir bei kaltem regnerischem Wetter noch eine andere 8a gelang und danach noch ein paar Tage in Alquezar und Rodellar. Leider war dort der Großteil nass und wir konnten nur wenig machen.

Die letzte Woche sind wir dann wieder Richtung Lleida gefahren und haben ein paar Tage in “Vilanova de Meia” verbracht. Dort gibt es unzählige Mehrseillängen zu klettern die von der Felsqualität schwer zu überbieten sind. Dicha und mir gelangen auch zwei coole Touren, eine ca 200 Meter lang im Grad 6c+ und eine andere ca 150 Meter lang im Grad 6a+. Im Anschluss kletterten wir noch ein wenig im örtlichen Sportklettergebiet und mir gelang noch meine erste 7c+ onsight (mit Exen hochhängen, so wie es sich gehört!), worauf ich dann mal echt stolz war :-)

Gestern sind wir dann nach “Tres Ponts” gefahren, um uns mit Joost und Johannes zu verbünden und die örtlichen Gebiete unsicher zu machen.
Bis Bald euer Marten




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