Samstag, 25. Februar 2012

Wieder im Alltag

Hallo liebe Blogleser,
Jetzt ist es schon 3 Wochen her das wir wieder in Innsbruck sind und damit ist es mal wieder Zeit für einen Zwischenbericht. Viele unvorhersehbare Dinge sind passiert und haben so manchen Plan durcheinander gebracht. Ich bin immer noch auf Jobsuche und verzweifel so langsam. Es soll ja auch was gescheites sein und nicht ein Eintritt in die Sklaverei. Manche Jobangebote sind einfach eine Frechheit und da wird einem ganz übel wenn man die üblichen Preise zum leben mit dem Einkommen vergleicht was man verdienen würde bei solchen Jobs. Auch die Sinnhaftigkeit einer Lehre steht in Frage wenn ein Ausgebildeter grad mal 60 Euro mehr Bruttogehalt bekommt als ein Ungelernter. Bleibt nur der Weg in die Selbstständigkeit möchte man meinen.

Was nach Plan verlief war mein Training für das ich jetzt, ganz unfreiwillig, viel zu viel Zeit habe. 16 Stunden in Woche Eins, 13 Stunden in Woche Zwei und diese Woche werden es auch wieder rund 17 Stunden werden, die ich mit dem Klettern verbringe. Das macht natürlich fit und gibt mir sicherlich die nötige Kraft für den Frühling. Leider bringt das auch ein gewisses Risiko mit sich: Ich befinde mich ständig an der Schwelle zu Überbelastungen und muss ganz intensiv auf meinen Körper hören um es nicht zu weit zu treiben. Auch bin ich die letzten 1.5 Monate 3 mal krank gewesen, was wohl an meinem unmenschlich niedrigen Körperfett liegt :P Naja die Faschingskrapfen werden dem hoffentlich Abhilfe schaffen. Dieses Jahr ist wohl das erste Mal das ich mit Trainingsplan und Stoppuhr an Werk bin und alles ein bisschen ernsthafter angehe. Irgendwie hab ich wohl Blut geleckt und will nun versuchen mich weiter zu entwickeln um meine Träume zu verwirklichen.

Ansonsten ist das Leben neben dem Training recht fade. Bewerbungen schreiben, Jobangebote suchen, über Ideen diskutieren und Pläne schmieden. In einem Jahr seh ich mich ganz woanders als momentan und das motiviert, Vollgas zu geben.

Auch draußen Klettern waren Dicha und ich einmal! Letzten Mittwoch sind wir bei milden Temperaturen bis nach Achleiten gefahren, nur um dann am steilen Berg auf einer Eisbahn stehen zu bleiben. In einer Kurve stellten wir das Auto ab und wollten den Berg zu Fuß erklimmen (1 Stunde bis zum Parkplatz). Auf halber Strecke haben wir dann eins der "Unberechtigt parkende Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt"-Schilder gesehen und ich bin wutentbrannt wieder abgefahren in die wunderschöne "Mull" *hust*. Dort konnte Dicha die "Frank Zappler" (6a+)machen, die nun mal absolut nicht ihr Stil ist. Bouldereinzelstelle am Überhang mit einem Längenzug. Naja es gibt ja bekanntlich keine Längenzüge, man kann ja springen. Gesagt, Getan! Zwei Mal rutschte sie noch von Tritten (im Jo-Stil :D ) und klippte glücklich den Umlenker. Ich probierte mal wieder die "Red Bolt" (7c+) und stellte fest das einer meiner Griffe die ich in der Schlüsselpassage zum klippen nahm, rausgebrochen war. Nun ja, stark genug bin ich ja also fix eine neue Lösung mit einer schmierigen Leiste ausgebouldert und auf kühlere Temperaturen gewartet, da es in der Sonne viel zu warm war an den abschüssigen Leistln. Als die Sonne weg war kühlte es jedoch so stark ab das bei meinem Versuch (der übrigens extrem gut war) das Gefühl in meinen Fingern verloren ging und ich fiel :(
Also entweder es ist so warm das man ohne Sonne klettern kann oder es ist kälter sodass es in der Sonne gut geht. Aber lauwarm und Sonne ist Mist. Vielleicht ein anderes Mal!

Soviel von mir, euer Marten

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