Samstag, 21. Januar 2012

Olympos Games

Servus!
Ich hoffe euch hat mein letzter Blogeintrag gefallen, auch wenn es etwas viel zu lesen war. Im Nachhinein war ich ganz erstaunt wieviel ich zusammengeschrieben habe, aber ich dachte mir das sich vielleicht mancher durchkämpft. Heute berichte ich euch kurz über die letzten drei Klettertage hier, die von herrlichem Kletterwetter mit Sonne und Wind bestimmt waren.

Nach meiner Begehung von "Colonist" war ich am überlegen was ich als nächstes probieren wollte und ich wählte die Route "Okrinomo" (7c+) im Sektor Sarkit. Nachdem ich mich bis zum Umlenker gebouldert habe und es sehr gut lief mit den Zügen, kam mir die Idee doch mal die Schlüsselstelle von der klassischen 8b "Olympos Games" zu probieren. Ich wusste das es sich um einen Boulder an kleinen Leisten handelte und mir das doch eher nicht entgegenkommt, aber was hatte ich im Toprope zu verlieren?...Also kurz bei Dicha nachgefragt und das Seil rübergehangen, abgeseilt und Griffe geputzt. Die erste Erleichterung kam als ich feststellte, dass es sogar einen für mich haltbaren Griff gab und ich auch noch mit maximalem Ausstrecken an den guten Griff kam und von ihm direkt zum rettenden Henkel! Der Boulder gelang mir dann auch recht schnell durchzusteigen (obwohl er ca 7a+/7b fb sein soll) aber mir war bewusst, dass ich vorher noch eine 30 Meter 7c+ an Sintern klettern musste. Dieser erste Teil entpuppte sich dann als gar nicht so leicht und ziemlich komisch, da man die ganze Zeit das Gefühl hat auf einer Kirchenglocke zu klettern (Sinter sind hohl).
Dicha hatte derweil einen grossen Erfolg mit den Flashbegehungen von "Saxofon" (6b+) und "Drill Instructor"(6c). Auserdem boulderte sie sich die erste Länge von "Okrinomo" hoch die eine 7a ist und beeindruckte mich sehr, indem sie die Crux einfach so machte in der ich zuvor gefallen bin und sie furchtbar schwer fand.

Am nächsten Tag kletterte ich dann "Okrinomo" Rotpunkt und versuchte nocheinmal "Olympos Games" auszubouldern. Dabei fand ich eine gute Lösung für den unteren Teil und konnte etwas Selbstvertrauen aufbauen. Gestern war dann mein Ziel den unteren Teil durchzusteigen und möglichst frisch am Boulder anzukommen.
         Wenn man genau hinschaut sieht man mich grad ganz weit oben (leider komplett in schwarz )

Im ersten Versuch schaffte ich es zwar knapp bis dahin, jedoch war ich zu gepumpt um überhaupt den Boulder zu probieren. Beim zweiten Versuch fühlte ich mich schon besser, fiel jedoch im Boulder raus. Als dann die Sonne weg war wollte ich noch einen Trainingsversuch machen und fand mich ziemlich frisch vor dem Boulder wieder. Kurz ging mir der Gedanke in den Kopf das ich es einfach "a muerte" probiern sollte, evtl. hab ich ja Glück. Also nochmal kurz gechalkt und den altbewährten "Dani Andrada-Gedächtniss-Chalk-von-der-Hand-Puster" gemacht, dann so ruhig und konzentriert wie möglich in die Crux starten. Völlig überrascht fand ich mich 4 Meter weiter oben am rettenden Henkel wieder und musste erstmal realisieren das ich es tatsächlich geschafft habe! Nur wenige Tage nachdem mir die erste Megalinie von Geyikbayiri gelang, konnte ich nun die Zweite auch klettern und damit meine erste 8b punkten. Irgendwie kann ich es immer noch nicht so richtig fassen :-) Was kann den Urlaub noch besser machen? Hmmm da gibts noch ein paar Sachen hier ;-)
Viele Grüsse euer Marten


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