Hallöchen!
Ich bin grad zurück aus dem Zillertal und musst auch gleich noch meine Eltern vom Flughafen abholen (Sie waren 3 Wochen in China). Dienstag sind wir zu dritt vollbepackt im Fiesta nach Innsbruck gedüst. Einen kleinen Zwischenstopp haben wir am Kochel eingelegt und uns zumindest den tollen See angeschaut.

In Innsbruck gings dann direkt zur Uni, wo wir uns ziemlich unkompliziert dort eingeschrieben haben. Es ist also offiziell: Ich werde ab Oktober an der Uni Innsbruck Wirstschaftswissenschaften studieren :) Am Nachmittag sind wir auf schnellstem Wege ins Zillertal gefahren. Durch den engen Tunnel ging es hoch hinaus und es wartete ein Nebelverhangenes Tal auf uns. An der Biwakwiese angekommen gab es auch gleich ein tolles Wiedersehen mit Freunden aus der Türkei. Es wurde sehr spät und die Gitarren beschallten das enge Bergtal.


Nächsten Morgen gings dann direkt an die "ewigen Jagdgründe", wo wir uns erstmal mit dem rauen Granit vertraut machten. Der Anfang war schon vielversprechend als erst Jo und danach Ich aus einer 6c rauskippten. Es wurde aber immer besser und wir wagten uns auch an schwereres. Die Sonne schien und wir kletterten viel oder lagen einfach auf der Wiese. Nach diesem tollen Tag haben wir leckeres Essen gekocht und sind erschöpft ins Zelt gekrochen.
Am Donnerstag wollten wir uns die "Nasenwand" anschauen, versagten aber schon im Zustieg komplett und verliefen uns. Letztendlich kamen wir an einem anderen Massiv names "Bergstation" raus. Auch gut. Dort kletterten wir einige schöne 6cs und gingen dann hoch zum oberen Teil, wo uns eine beeindruckende Wandflucht erwartete. Allerdings war dort fast alles utopisch schwer, sodass wir uns an der einzigen 7c dort versuchten: "Tannen Judas". Leider fing es dann am Nachmittag an zu gewittern und zu hageln, weshalb wir uns schon eher wieder ins Tal aufmachten als geplant. Gekocht wurde diesmal im Zelt von Fabian, einem sehr netten Kletterer aus Wien.

Freitag sollte es wieder an die "Bergstation" gehen, da wir noch unsere Expressschlingen in den Routen hatten. Aber zuerst stärkten wir uns beim Bäcker in Ginzling mit frischen Brot!

Nach diesem herrlichen Start in den Tag, ging es dann im Eiltempo den Berg hinauf und direkt in die Touren rein. Jürgen gelang dann als erster die 7c und Jo hatte einen guten Flashversuch. Die Tour besteht praktisch aus 2 Teilen: Im unteren Teil quert man ca 10 meter an einer coolen Rippe nach rechts, klettert dann ein paar Meter hinauf in einer technisch anspruchsvollen Verschneidung und macht dann einen ziemlich schweren Boulder über ein kleines Dach. Dieser Teil ist ca 7a+. Danach hat man einen Absatz auf den man in Ruhe stehen kann und sich auf den zweiten Teil vorbereiten kann. Dieser hängt stark über und beinhaltet einen trickreichen langen Boulder an Slopern und Leisten, gefolgt von einem Dynamo an einen Sloper: Einfach perfekt. In meinem 3. Go konnt ich die schwerste Stelle hinter mich bringen und kämpfte mich an eigentlich guten Griffen zum Ausstieg. Wie es aber der Teufel will verkletterte ich mich leicht und flog einen Zug vor dem Umlenker aus der Wand. Naja passiert, war trotzdem ein toller Tag und im Laufe der nächsten Jahre werde ich sicherlich noch genügend Gelegenheit haben mir die Route abzuholen.


Heute Morgen bin ich dann alleine nach Innsbruck gefahren um mir noch ein WG Zimmer anzuschauen und danach bin ich direkt nach Dresden gedüst. Die Woche wird bei mir noch hart trainiert und nächstes Wochenende gehts dann auf nach Ceüse. Jo und Jürgen werden bestimmt schon begeistert auf mich warten :)
Bis Bald euer Marten